Was man beim Abschluss einer Risikolebensversicherung beachten sollte
Wichtig ist eine ausreichend hohe Lebensversicherungssumme. Wie hoch sie im Einzelfall sein
soll, muss individuell, am besten mit fachkundiger Beratung ermittelt werden. Weil Versicherungsverträge in
der Regel eine Laufzeit über mehrere Jahrzehnte haben, sollte sich der Versicherte finanziell nicht
übernehmen und die Beiträge langfristig problemlos aufbringen können. Wird besonders hoher
Versicherungsschutz benötigt, etwa, wenn viele Kinder zu versorgen sind, dann kann ein Tarif gewählt werden,
der zwar zu Beginn eine besonders hohe Todesfallleistung vorsieht, bei dem diese Leistung aber über die Jahre
hinweg abnimmt.
Beim Ausfüllen des Versicherungsantrages ist die Unterstützung eines Beraters sinnvoll. Denn
die Angaben zum Antragsteller und/oder der versicherten Person sowie die Daten für den
Vertragsbeginn und -ablauf müssen korrekt und vollständig eingetragen werden. Nur so kann der gewünschte
Versicherungsschutz zügig gewährt werden.
Folgenreich kann die Angabe des Bezugsberechtigten für den Todesfall sein. Ist das
Bezugsrecht widerruflich, sind Änderungen jederzeit möglich. Wurde das Bezugsrecht jedoch unwiderruflich
eingeräumt, lässt es sich nur noch mit Zustimmung des oder der Bezugsberechtigten ändern. Wer sich bei dieser
Angabe unsicher ist, kann auch nach Policierung der Versicherung noch entscheiden, wer die Auszahlung nach
seinem Tod bekommen soll.
Ganz wichtig beim Abschluss einer Lebensversicherung ist die korrekte Beantwortung der im Antrag gestellten
Gesundheitsfragen, vor allem die sorgfältige Angabe der Vorerkrankungen. Hier muss umfassend
geantwortet werden. Auf Grundlage dieser Angaben muss die Versicherungsgesellschaft die Beitragshöhe
kalkulieren und über einen eventuellen Zuschlag entscheiden. Je nach Höhe der gewünschten Versicherungssumme
und dem Alter der zu versichernden Person sind unterschiedliche Gesundheitsfragen zu beantworten. In einigen
Fällen kann auch ein Arztbesuch notwendig werden. In jedem Fall muss ein Hausarzt benannt werden, zumindest
der Arzt, der sich mit dem Gesundheitszustand am besten auskennt.
Wichtig ist die Lektüre des "Kleingedruckten", das über die Vertragsbedingungen
informiert. Alle erforderlichen Informationen sollen dem Interessenten bereits bei Auftragsstellung
ausgekündigt werden.