Informationszentrum ZUKUNFT klipp + klar

Bereichsnavigation zum Thema Lebensphasen/Junge Paare

Bereichsnavigation zum Thema Versicherungen/Kfz-Versicherung

Was man beim Abschluss einer Kfz-Versicherung beachten sollte

eVB-Verfahren

Wer ein Auto zulassen will, braucht eine Bestätigung, dass das Fahrzeug versichert ist, eine Versicherungsbestätigung (VB). Bislang hat der Versicherer seinem Kunden zum Nachweis der vorläufigen Deckung eine Versicherungsbestätigungskarte ausgehändigt. Dieses Verfahren wird nach und nach abgeschafft. Die neue Zulassungsverordnung schreibt vor, dass der Versicherungsnachweis künftig elektronisch zu erbringen ist. Die erste Stufe der Elektronisierung des Versicherungsnachweises tritt am 01.03.2008 in Kraft:

Der Versicherer stellt für seinen Kunden eine elektronische Versicherungsbestätigung in einer zentralen Datenbank bereit. Der Kunde erhält vom Versicherer einen 7-stelligen Code, die VB-Nummer, mit deren Hilfe die Zulassungsbehörde die VB aus der Datenbank abruft. In einer Übergangszeit (zunächst bis Dezember 2008) händigen die Autoversicherer ihren Kunden jedoch noch eine traditionelle VB-Karte aus, in die die neue 7-stellige VB-Nummer eingedruckt ist. Arbeitet die Zulassungsbehörde bereits elektronisch, ist die Papier-VB ein „Merkzettel“ für die VB-Nummer. Arbeitet die Zulassungsbehörde noch traditionell, wird das Fahrzeug mithilfe der Papier-VB zugelassen.

Der Datenaustausch zwischen Kunde, Versicherung und Behörden wird durch die Elektronisierung erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Der Versicherer verzichtet auf die sofortige Zahlung der Prämie als Voraussetzung für den Beginn des Versicherungsschutzes. Wird die erste Prämie nicht fristgerecht gezahlt, kann der vorläufige Versicherungsschutz daher auch rückwirkend entfallen.

Die Tarife

Was eine Autohaftpflichtversicherung und eine Kaskoversicherung kostet, hängt von verschiedenen Kriterien ab, z.B. von der Region der Zulassung, dem Fahrzeugtyp und der Anzahl der schadenfreien Jahre. Die Daten hierfür liefern die Schadenstatistiken der Versicherer. Die Versicherungsprämie ist immer dann entsprechend höher, wenn die Statistik bei einem bestimmten Autotyp ungewöhnlich viele und teure Schäden verbucht hat und der Autofahrer zugleich in einer Gegend wohnt, wo viel gestohlen wird und es häufiger kracht als anderswo.

Sparen lässt sich in der Kaskoversicherung über den Umstieg auf eine höhere Selbstbeteiligung. Üblich sind 150 beziehungsweise 300 Euro. Je höher die Typklasse des Fahrzeugs, desto eher lohnen sich Selbstbeteiligungen. Wer einen Zweitwagen anschafft, sollte genau nachrechnen und den Versicherungsvertrag mit dem höchsten Rabatt auf das neue Auto umschreiben lassen.

Preisbewusste Autofahrer erkundigen sich bereits beim Autokauf über die zu erwartende Prämie bei der Autoversicherung. Die Wahl eines günstig eingestuften Fahrzeugtyps kann helfen, viele hundert Euro im Jahr zu sparen.

Der Schadenfreiheitsrabatt

Die schadenfreien Jahre eines Autofahrerlebens werden mit dem so genannten Schadenfreiheitsrabatt belohnt. Wer als Fahranfänger erstmals ein Auto versichert, wird in die Klasse 0 eingestuft und zahlt in der Regel 230 Prozent der Basisprämie von 100 Prozent. Fährt man dann ein Jahr lang schadenfrei, sinkt die Prämie auf den Grundbetrag von 100 Prozent. Nach zwanzig unfallfreien Jahren hat der Autofahrer dann oftmals eine auf 30 Prozent verbilligte Prämie erreicht. Die Kehrseite der Medaille: Nach einem Schaden geht es die Rabattleiter wieder aufwärts. Der Kunde muss sich den bereits erreichten Rabatt wieder neu „erarbeiten“.

Wann der Autofahrer welche Rabattstufe erreicht und wie er nach einem Schaden jeweils wieder hochgestuft wird, ist je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Bei kleinen Bagatellschäden kann es sinnvoll sein, den Schaden selbst zu bezahlen, um den Rabatt zu retten.

Viele Informationen zur Autoversicherung, den Tarifen und zur Sicherheit im Straßenverkehr sind unter http://www.versicherung-und-verkehr.de zu finden.

nächster Reiter