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Fragen und Antworten zur Sicherheit der Lebens- und Rentenversicherung

Fragen und Antworten zur Sicherheit der Lebens- und Rentenversicherung

 

Die besondere Sicherheit der Lebensversicherung beweist sich gerade in der Krise. Die Grundzüge des Produkts - Mindestverzinsung des Deckungskapitals, Mischung und Streuung der Kapitalanlagen – haben sich bewährt. Sicherheit bei ordentlicher Rendite sind Grundeigenschaften der Lebens- und Rentenversicherungen, die sich gerade jetzt als überlegen für die Altersvorsorge erweisen.

Bei fondsgebundenen Policen sind die höheren Renditeerwartungen naturgemäß auch mit höheren Risiken verbunden. Wichtig ist hier, unüberlegte Kurzschlussentscheidungen zu vermeiden und die Langfristigkeit des Vorsorgeprozesses zu beachten. Entscheidend ist die Wertentwicklung der Verträge im letzten Drittel der Laufzeit. Spätestens in den letzten fünf Jahren sollten jedoch riskantere Aktienfonds schrittweise gegen weniger risikoanfällige Fondskategorien getauscht werden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Sicherheit der Lebensversicherung:

Sicherheit der Lebensversicherung

Wie sicher ist das Produkt "Lebensversicherung"?
Die Finanzmarktkrise ist keine Krise der Versicherungen! Produkte, die den Ausbruch der Krise in den USA verursacht haben, sind von den deutschen Versicherungsunternehmen weder im nennenswerten Umfang gekauft, noch garantiert oder versichert worden.
Die deutschen Lebensversicherer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Garantieversprechen an die Kunden jederzeit erfüllen zu können. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führt dazu bei den Versicherungsunternehmen laufende Überprüfungen durch, welche Auswirkungen die Finanzmarktkrise und das Engagement einzelner Versicherungsunternehmen bei z.B. Lehmann Brothers, American International Group (AIG), oder Hypo-Real-Estate (HRE) auf die deutschen Versicherer hat. Im Ergebnis erkennt die Finanzaufsicht keine aktuelle Bedrohung für einzelne Versicherungsunternehmen.

Wie sicher legen Versicherungsunternehmen die Beiträge ihrer Kunden an?
Lebensversicherer agieren am Kapitalmarkt als stete und langfristige Anleger. Die Auswahl der Kapitalanlagen erfolgt nach strengen Anlagevorschriften in einer breiten Streuung der Anlagekategorien. Der überwiegende Anteil der Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen wird in sicheren festverzinslichen Anlagen getätigt. Versicherungen sind daher von dem Rückgang an den Aktienmärkten nur eingeschränkt betroffen. Die Aktienquote der deutschen Versicherer liegt im Durchschnitt bei unter acht Prozent. Bei vielen Versicherern ist ein großer Teil der Aktienquote zusätzlich abgesichert.
Darüber hinaus legen Versicherungen ihre Kapitalanlagen nach den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgegebenen Anlagegrundsätzen - Sicherheit, Rentabilität, Liquidität, Mischung und Streuung - an. Diese Vorschriften haben sich in der aktuellen Finanzmarktkrise bewährt.

Haben die deutschen Versicherer wegen der Finanzmarktkrise auch ein Liquiditätsproblem wie die Banken?
Nein. Anders als Banken haben Versicherungen kein Liquiditäts- oder Refinanzierungsproblem, da sie laufende Prämien- und Zinseinnahmen haben. Die deutschen Vertragsverhältnisse mit den Versicherungsnehmern sind überwiegend sehr langfristig. Darüber hinaus sind den Versicherungen versicherungsfremde Geschäfte (Kreditgeschäfte, Bankgeschäfte) verboten. Auch aus diesem Grund sind die Versicherungen in Deutschland nicht auf eine Refinanzierung am Kapitalmarkt angewiesen.

Was sicher ist meine Lebensversicherung, wenn ein Versicherungsunternehmen in Schieflage geraten sollte?
Die Versicherungsprämien der Kunden werden in den Unternehmen in gesonderten Sicherungsvermögen geführt. Damit ist das Geld der Kunden sicher geschützt, wenn ein Versicherer in Schieflage geraten sollte, da es nicht in die Konkursmasse einfließen kann. Darüber hinaus sind alle deutschen Lebensversicherer beim gesetzlichen Sicherungsfonds „Protektor AG“ Pflichtmitglied, so dass im Sicherungsfall jeder Lebensversicherungsvertrag gesetzlich geschützt ist. Für den Fall, dass ein deutsches Lebensversicherungsunternehmen in finanzielle Schieflage gerät und seine Geschäfte nicht fortführen kann, springt der gesetzliche Sicherungsfonds ein. Alle betroffenen Lebensversicherungsverträge werden dann auf die Protektor AG übertragen und von ihr fortgeführt. Die Erfüllung der Lebensversicherungsverträge und damit verbundene Garantieversprechen sind daher sicher. Nur im begründeten Ausnahmefall kann die Aufsichtsbehörde BaFin vertraglich garantierte Leistungen aus übernommenen Verträgen um maximal fünf Prozent herabsetzen. Fragen und Antworten zum gesetzlichen Sicherungsfonds finden Sie auf der Website www.protektor-ag.de.

Riester-Rente

Ist die Sicherheit meiner Riester-Rente durch die Finanzkrise bedroht?
Nein. Die Riester-Rente gehört zu den sicheren Anlagemöglichkeiten für die private Altersvorsorge. Die Anbieter von Riester-Produkten sind gesetzlich dazu verpflichtet, jedem Kunden die eingezahlten Beiträge sowie die gewährten staatlichen Zulagen zur Fälligkeit des Vertrages zu garantieren. Das gilt sowohl für Versicherungsprodukte, als auch für Bank- oder Fondssparpläne.

Ist meine Riester-Rente auch sicher, wenn ein Lebensversicherungsunternehmen in Schieflage gerät?
Ja. Sollte ein Lebensversicherer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, springt der gesetzliche Sicherungsfonds für die Versicherungsbranche, die „Protektor AG“ (www.protektor-ag.de), ein. Alle deutschen Lebensversicherungsunternehmen sind Pflichtmitglied der Sicherungseinrichtung, so dass kein Riester-Sparer oder Lebensversicherungskunde Angst um die Sicherheit seiner Vorsorgeleistungen haben muss.

Wie sicher sind bei der Riester-Rente meine gezahlten Beiträge und die Überschussbeteiligung?
Sowohl die eingezahlten Beiträge als auch die staatlichen Zulagen müssen in der Leistungsphase an Kunden garantiert werden. Dazu sind die Anbieter gesetzlich verpflichtet. Für in der Vergangenheit bereits zugesagte Überschussleistungen besteht bei Versicherungen ebenfalls eine Leistungsgarantie gegenüber den Kunden. Für 2008 wurden die Überschussbeteiligungen bereits zu Beginn des Jahres deklariert – sie sind also für den Kunden bereits sicher. Zukünftige Überschüsse können nicht garantiert werden, da sie von den Versicherern von Jahr zu Jahr neu berechnet werden müssen. Erwirtschaftet ein Unternehmen geringere Erträge, kann die Überschussbeteiligung  zukünftig reduziert werden. Versicherte erhalten aber zumindest den gesetzlichen Höchstrechnungszins („Garantiezins“) in Höhe von 2,25 Prozent.

Wie sicher ist meine fondsgebundene Riester-Rente?
Auch die fondsgebundene Riester-Rente hat besondere Sicherheitsmechanismen. Wie bei der klassischen Riester-Renten-Police müssen die Anbieter garantieren, alle gezahlten Beiträge sowie die staatlichen Zulagen in der Leistungsphase auszuzahlen. Im Unterschied zur klassischen Riester-Renten-Versicherung erhalten Versicherte keine Garantie auf den gesetzlichen Höchstrechnungszins von 2,25 Prozent. Bei der Fondsvariante können aufgrund schwankender Börsenkurse die Ertragschancen kurzfristig sinken. Da Riester-Policen aber für die private zusätzliche Altersvorsorge über lange Anlagehorizonte verfügen, sollten sich Versicherte aufgrund der aktuellen Finanzmarktlage nicht verunsichern lassen.

Klassische Lebens-/Rentenversicherung

Sind klassische Lebens- und Rentenversicherungsprodukte trotz der aktuellen Finanzkrise sichere Produkte für die Altersvorsorge?
Ja! Die Sicherheit der klassischen Kapital- und Rentenversicherungen ist durch ihre besondere Konstruktion außergewöhnlich hoch. Denn die Versicherungsunternehmen garantieren ihren Kunden sowohl die Auszahlung der jeweils versicherten Leistung zum Vertragsende als auch die bei Vertragsabschluss zugesagte Rente für die gesamte Lebenszeit. Trotz Schwankungen am Kapitalmarkt kann diese Garantie nicht reduziert werden.

Wie sicher ist die Überschussbeteiligung bei der klassischen Lebens-/Rentenversicherung vor dem Hintergrund der Kapitalmarktkrise?
Die aus der vorsichtigen Kalkulation der Lebensversicherungsunternehmen resultierenden, in der Vergangenheit zugeteilten Überschüsse sind garantiert. Sie stehen jedem Kunden also bereits sicher zu. Auch für das Jahr 2008 haben die Versicherer ihre Gewinnbeteiligung schon zu Beginn des Jahres verbindlich zugesagt. Soweit ein Lebensversicherer geringere Erträge erwirtschaften sollte, werden nur zukünftige Überschüsse reduziert. Versicherte erhalten aber zumindest den gesetzlichen Höchstrechnungszins („Garantiezins“) in Höhe von 2,25 Prozent. Auch in der Kapitalmarktkrise 2000/2003 hat kein Versicherungskunde Geld verloren.

Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung

Wie sicher sind fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen für den Fall, dass ein Versicherer in Schwierigkeiten gerät?
Sollte ein Lebensversicherer in Schieflage geraten, sind fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen grundsätzlich geschützt. Denn die Investmentanteile werden wie die Kapitalanlagen bei klassischen Lebensversicherungen in einem gesonderten Sicherungsvermögen geführt. Auch bei der jeweiligen Kapitalanlagengesellschaft sind die zu Grunde liegenden Investmentfonds als Sondervermögen geschützt und daher sicher.

Wie sicher sind fondsgebundene Policen für die Altersvorsorge vor dem Hintergrund ständig schwankender Börsenkurse?
Der Wert fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherungen schwankt in der Regel wie der Wert der zu Grunde liegenden Investmentfonds. Bei manchen Produktvarianten sind besondere zusätzliche Sicherheitsmechanismen eingebaut, die etwa die eingezahlten Beiträge garantieren. Auch wenn fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen im Wert mit den zu Grunde liegenden Wertpapieren steigen und fallen, ist ihre Langfristigkeit zu beachten: Die meisten Verträge laufen 20 bis 30 Jahre. Entscheidend für den Erfolg der Altersvorsorge mit Fondspolicen ist die Wertentwicklung im letzten Drittel der Laufzeit. Allerdings sollte in den letzten fünf Jahren der Laufzeit Aktienfonds schrittweise in sicherere Renten- und Geldmarktfonds umgeschichtet werden.

Was sollte man beachten, wenn man für seine Altersrente mit fondsgebundenen Policen vorsorgt?
Wichtig ist, auch bei starken Kursrückgängen fondsbasierte Policen weiter zu besparen. Denn eine langfristig attraktive Rendite entsteht nur dann, wenn Investmentanteile nicht nur bei hohen oder steigenden Kursen gekauft werden, sondern gerade auch bei fallenden oder niedrigen Kursen. So wird auch das Risiko des falschen Einstiegszeitpunktes ausgeglichen. Durch den „Cost-Average-Effekt“ werden bei niedrigen Kursen für das gleiche Geld relativ mehr Anteile erworben. Das zahlt sich bei der späteren Kurserholung aus und ist Voraussetzung für eine gute Rendite.

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