MBA
Wer nach dem Uni-Abschluss noch den Master of Business Administration (MBA) draufsetzt, hat in Sachen Karriere gute Karten. Dieses Zusatzstudium macht in Wirtschaftsgrundlagen wie Accounting, Vertrieb und Marketing fit und bereitet auf leitende Funktionen im Management vor – egal was Sie vorher studiert haben.
Doch MBA ist nicht gleich MBA. Viele Unis bieten spezialisierte Programme an, die auf verschiedene Fachrichtungen zugeschnitten sind.
Sie können den MBA-Titel berufsbegleitend erwerben. Der Vorteil: Sie müssen nicht auf Gehalt verzichten, im Idealfall finanziert der Arbeitgeber sogar das Studium. Dafür dauert es mindestens zwei bis vier Jahre, bis Sie den Abschluss in der Tasche haben. Für ein Vollzeitstudium müssen Sie lediglich ein bis zwei Jahre einplanen.
In- oder Ausland?
Ob Sie Ihr MBA-Studium in Deutschland, Europa oder in den USA absolvieren sollten, lässt sich nicht pauschal beantworten. Rankings zeigen: Die Top-Adressen sitzen im Ausland. Aber auch im deutschsprachigen Raum haben sich inzwischen viele renommierte Anbieter etabliert. Zirka ein Dutzend Business Schools können im internationalen Vergleich mitspielen. Ein Fernstudium ist eine weitere Option. Es gibt viele Programme, die lediglich kurze Präsenzzeiten vorschreiben. Das eigentliche Studium erfolgt dann zu Hause mithilfe von Unterrichtsmaterialien und Online-Tools.
Ein MBA-Studium im Ausland kostet zwischen 50.000 und 100.000 Euro. An deutschen Business Schools liegen die Kosten meist noch unter 50.000 Euro. Wenn Sie nicht wissen, ob ein MBA-Studium für Sie infrage kommt, können Sie sich an die Career-Center der einzelnen Business Schools wenden. Auch Personalleiter können Ihnen sagen, wie wichtig ein MBA in ihrem Unternehmen ist.
Finanzspritze nötig?
Gehören Sie nicht zu den Glücklichen, denen der Arbeitgeber den MBA finanziert, gibt es diverse Finanzierungsmöglichkeiten, auf die Sie zurückgreifen können. Auf der Website www.mbahelp.de finden Sie eine Übersicht mit Anbietern von Stipendien. Dazu zählen unter anderem der Deutsche Akademische Austausch Dienst und die Studienstiftung des deutschen Volkes. Einige Stipendien werden auch direkt über die Schulen vergeben. Außerdem bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen günstigen Bildungskredit an.
www.bva.bund.de
Die Informationsseite des Bundesverwaltungsamts gibt Auskunft über die Bestimmungen und Anspruchsberechtigte des
Bildungskredits.
Vorsicht Etikettenschwindel
Auf dem MBA-Markt tummeln sich mittlerweile viele unseriöse Anbieter. Sie verlangen hohe Studiengebühren, sind jedoch nicht offiziell anerkannt. Achten Sie darauf, dass die Business School Ihrer Wahl bei einer der beiden offiziellen Organisationen, der Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) oder der European Foundation for Management Development/European Quality Improvement System (EFMD/EQUIS), akkreditiert ist. Generell gilt: Der Abschluss ist so viel wert wie der Ruf der verleihenden Business School.
www.ft.com/businesseducation/globalmba2008
Die Financial Times erstellt jedes Jahr Rankings der MBA-Anbieter weltweit und nach Kontinenten. Die
detaillierten Listen geben sogar Auskunft über die Gehaltsverbesserungen der Absolventen.
Einfach einschreiben?
So simpel ist das bei einem MBA leider nicht. Die Anforderungen sind hoch und das Bewerbungsverfahren hart. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium reicht noch lange nicht. Nur wer bei den Zulassungstests GMAT und TOEFL gut abschneidet, hat überhaupt eine Chance auf einen Studienplatz. Der TOEFL testet die Englischkenntnisse von Nichtmuttersprachlern, während der GMAT die sprachlichen, mathematischen und analytischen Fähigkeiten der Studienanwärter prüft. Übungen zu beiden Tests finden Sie im Internet oder in regionalen Übungscentern.
Je nach Business School müssen Sie der Bewerbung einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben oder mehrere Aufsätze beifügen. Zudem ist es üblich, beglaubigte Zeugnisse sowie Empfehlungsschreiben von Arbeitgebern oder Professoren beizufügen.