Finanzen im Blick
Haus im Grünen, Urlaub in der Karibik – die Liste der Wünsche ist lang. Ohne das nötige Kleingeld lassen sich die meisten allerdings nur schwer realisieren. Wer sich zusammen seine Träume erfüllen möchte, sollte deshalb früher oder später einen gemeinsamen Finanzplan entwerfen. Das spart Kosten und hilft, finanzielle Rücklagen aufzubauen.
Alles in eine Kasse
Für die partnerschaftliche Finanzplanung bietet sich ein gemeinsames Konto an. Das hat viele Vorteile. So behalten beide Partner die Einnahmen und Ausgaben besser im Überblick. Zudem sparen sie doppelte Kontogebühren. Jeder bekommt seine eigene Bankkarte mit persönlicher Geheimnummer. So kann er auch ohne den anderen jederzeit Bankgeschäfte tätigen. Nur wenn das Konto wieder aufgelöst wird, müssen beide ihre Zustimmung geben. Wird es überzogen, sind beide Partner zum Ausgleich der Schulden verpflichtet.
Für Sparfüchse
Ein Haushaltsbuch ist altmodisch? Von wegen, es liegt absolut im Trend. In Deutschland nutzt es mittlerweile jedes siebte Paar. Die Handhabung ist simpel: Die Kosten für Miete, Strom und Versicherungen werden darin ebenso notiert wie das Geld für Lebensmittel, Shopping oder Kinobesuche. Am besten nehmen sich die Partner abends ein wenig Zeit und tragen ihre Tagesausgaben ins Haushaltsbuch ein. So können beide nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist, und beraten, wo sie kürzertreten können.
Mut zum Risiko
Das Sparbuch bringt zu wenig Zinsen? Warum nicht in Aktien investieren? Das bringt langfristig deutlich mehr Rendite – aber auch mehr Risiko. Denn es hängt von den aktuellen Kursen ab, ob der Verkauf Gewinne oder Verluste erzielt. Daher ist es ratsam, nie alles auf eine Karte zu setzen, sondern die Geldanlage zu streuen. Dafür eignen sich besonders gut Investmentfonds. Diese bieten gegenüber der Direktanlage in Aktien den Vorteil, dass sich der Investor über einzelne Aktienwerte keine Gedanken machen muss. Die Auswahl und Verteilung der Aktienwerte, die in einem Investmentfonds zusammengefasst sind, übernimmt der Fondsmanager. Das Risiko und die Wertschwankungen sind somit geringer.
Wem die Anlage seines Geldes in Aktien zu unsicher ist, kann auch in sogenannte Bundesschatzbriefe investieren. Diese Art der Investition birgt keinerlei Risiken in sich, da Bundesschatzbriefe fest verzinst sind und nicht an der Börse gehandelt werden dürfen. Dafür sind aber auch die Renditen meist geringer als bei Wertpapieranlagen.
Tipp: Wer in „wilder Ehe“ lebt, sollte beim gemeinsamen Erwerb von Wertpapieren unbedingt regeln, wem bei einer Trennung welcher Anteil zusteht. Auch für den Todesfall sollte sichergestellt sein, dass der Hinterbliebene alleiniger Erbe der Wertpapieranlagen ist.