Umgang mit schlechten Noten
Am Anfang ist alles ganz einfach. Ihr Sprössling lernt einen Buchstaben nach dem anderen und kann bald Sätze wie „Oma ruft Otto“ schreiben. Doch ganz so kinderleicht geht es in den kommenden Jahren bei den wenigsten Schülern weiter. Der Lernstoff wird schwerer, das Tempo schneller, die Beurteilung strenger. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Ihr Kind schlechte Noten nach Hause bringt. Für Sie bedeutet das: Die eigene Enttäuschung verbergen und „cool bleiben“.
Verständnis zeigen
Vorwürfe und Schimpfen bringen gar nichts. Jetzt sind Lösungen gefragt, die Ihrem Kind Mut machen.
- Von einer schlechten Zensur geht die Welt nicht unter. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, woran es gelegen haben könnte. Hat es den Stoff nicht verstanden? War es aufgeregt? Oder hat es sich etwa krank gefühlt?
- Häufen sich die schlechten Noten, sollten Sie handeln. Kann Ihr Kind ungestört lernen? Benötigt es Ihre Unterstützung oder Nachhilfe? Hat es Probleme, die seine Konzentration beeinträchtigen? Fragen Sie auch die Lehrer um Rat.
- Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es nicht allein an seinen Schulnoten messen. Loben Sie es für Dinge, die es gut macht! Das motiviert es und gibt ihm Selbstvertrauen.
- Taschengeldentzug, Fernsehverbot oder Hausarrest: All das sind Strafen, die Ihr Kind noch unglücklicher machen und höchstens Trotz hervorrufen.
Auf die Sprünge helfen
Sie dürfen Ihrem Kind auf keinen Fall die Hausaufgaben abnehmen. Geben Sie ihm lieber Hilfe zur Selbsthilfe.
- Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie ihm zutrauen, die Lösung allein zu finden. Bieten Sie ihm an, Sie zu fragen, wenn es nicht weiterkommt.
- Geben Sie konkrete Hinweise, wenn Ihr Kind einen Fehler gemacht hat. Zerlegen Sie die Aufgabe in mehrere Schritte, die das Kind gut nachvollziehen kann.
- Halten Sie sich zurück, damit das Kind so viel wie möglich selbst denken, rechnen und formulieren kann.
- Loben Sie das Zwischenergebnis. Das motiviert besonders unsichere Kinder.
- Ziehen Sie sich zurück, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind eigenständig weitermachen kann.
Unterstützung finden
Doch wann ist das wirklich sinnvoll? Um es gleich vorwegzunehmen: Wenn Ihr Kind nicht lernen möchte, nützt Ihnen der beste Lehrer nichts. Zusätzlicher Unterricht kann nur dann erfolgreich sein, wenn Ihr Kind gern zur Nachhilfestunde geht und sich mit der Lehrperson gut versteht. Generell sollte Ihr Kind nur dann Nachhilfe bekommen, wenn es aufgrund von Krankheit, Schulwechsel oder „fauler Phase“ Defizite im Lehrstoff hat. Eine Lösung für permanente Schulprobleme sollte sie nicht sein.
Bei der Schule, dem Schulamt oder dem zuständigen Kulturreferat erfahren Sie, welche professionellen Anbieter es in Ihrer Nähe gibt. Die günstigere Variante: Machen Sie einen Aushang an weiterführenden Schulen. Schüler der Oberstufe bessern sich ihr Taschengeld gern mit Nachhilfeunterricht auf.
Surftipps
Studienkreis
www.studienkreis.de
Auf der Webseite können Sie sich über die aktuellen Nachhilfe-Angebote in Ihrer Umgebung informieren.
Die Schülerhilfe
www.schuelerhilfe.com
Hier finden Sie zielgerichtete Coachings – vom klassischen Nachhilfe-Unterricht, über Prüfungsvorbereitungen bis
hin zu innovativen Vorschul-Lernkonzepten.