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Betreuung

Ob Teilzeit oder 40-Stunden-Woche: Wenn der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben bevorsteht, brauchen Sie jemanden, der in Ihrer Abwesenheit auf Sohn oder Tochter aufpasst. Das gilt vor allem, wenn der Partner ebenfalls berufstätig ist oder Sie Ihr Kind allein erziehen.

Kindergarten

Nach Angaben des statistischen Bundesamts besuchen knapp 90 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen einen Kindergarten. Ist der Nachwuchs älter als zwei Jahre, ist ihm ein Platz sogar rechtlich garantiert. De facto herrscht vielerorts Angebotsmangel, deswegen gilt hier ebenfalls: rechtzeitig suchen und auf die Warteliste setzen lassen!

Welcher Kindergarten passt am besten zu Ihrem Kind? Hier ein Überblick.

In konfessionellen Kindergärten spielt die Vermittlung des christlichen und religiösen Wertekanons eine wichtige Rolle. Überlegen Sie sich, ob dies mit Ihren Erziehungszielen übereinstimmt. Je nach Einrichtung und Konfession kann es große Unterschiede geben. Am besten informieren Sie sich vorab im Gespräch mit der Leitung und verschaffen sich ein genaues Bild.

Waldorfkindergärten sind von der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners geprägt. Das bedeutet, dass diese Einrichtungen vornehmlich die musische und künstlerische Begabung fördern, natürliches Material für Spielzeuge bevorzugen und auf Kunststoffe oder technische Medien verzichten. In der Regel werden Kinder erst ab vier Jahren aufgenommen.

In Waldkindergärten oder sogenannten Natur- und Bewegungskindergärten finden viele Unternehmungen im Freien statt. Ziel ist es, sportliches, kreatives und naturverbundenes Spielen und Lernen zu fördern.

Integrative Kindergärten betreuen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam. Dabei profitieren alle Beteiligten von den Erfahrungen, die sie miteinander machen. Ein Team von Erziehern und Therapeuten steht den Kindern dabei zur Seite.

Hort & Co

Wenn Ihr Kind in die Schule geht, ist das Betreuungsproblem leider nicht gelöst. Denn jetzt stellt sich die Frage, wo ABC-Schützen die Zeit zwischen Unterrichtsende und Heimkehr der Eltern verbringen. Zwar hat sich das Ganztagsangebot von Schulen in den vergangenen Jahren verbessert. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bietet mittlerweile mehr als jede sechste Schule auch nachmittags Betreuung an – das sind insgesamt 6.900 Lehranstalten. Doch der Bedarf ist auch hier größer als das Angebot.

Ein Platz im Kinderhort kann eine Alternative sein. Die Beiträge für die Betreuung in einer solchen Einrichtung werden in der Regel sozial gestaffelt; inklusive Verpflegung sollten Eltern mit mindestens 150 Euro im Monat rechnen. Ein Hort nimmt Kinder bis 12 Jahre auf, in manchen Bundesländern auch bis 14 oder 16 Jahre.

Steuertipp

Die Kosten für Kinderbetreuung können hoch sein – deswegen gibt es Hilfe vom Staat. Das Bundesfamilienministerium hat 2007 besondere steuerliche Vergünstigungen für Eltern eingeführt. Für jedes Kind bis 14 Jahre können sie zwei Drittel aller Kosten bis maximal 4.000 Euro jährlich geltend machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Sprössling bei einer Tagesmutter, im Hort oder im Kindergarten untergebracht ist. Im Steuergesetz wird das Geld wie Werbungskosten oder Betriebsausgaben veranschlagt.

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