Alles unter einem Hut
Eltern, die nach der Babypause wieder arbeiten wollen, geraten oft in einen Zwiespalt: Wie kann ich sowohl meinem Kind als auch meinem Beruf gerecht werden? Vernachlässige ich meinen Nachwuchs, wenn ich nicht rund um die Uhr zu Hause bin? Und wie organisiere ich den Alltag, um die Aufgaben in Familie und Job zu bewältigen? Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Ihnen dabei helfen, den einen oder anderen Konflikt zu lösen.
Im Duo zum Erfolg
Die Zeiten, in denen allein die Frauen für die Kindererziehung zuständig waren, sind längst vorbei. Heutzutage wollen Mütter trotz Kind nicht auf ihre Karriere verzichten und fordern bei Familie und Haushalt die Unterstützung des Partners ein. Das Vorurteil von der berufstätigen Rabenmutter ist ebenfalls überholt: Schließlich hat es für Kinder auch Vorteile, wenn Frauen arbeiten. So lernen sie durch Tagesmutter oder Kindergarten beispielsweise frühzeitig den Umgang mit anderen Menschen kennen.
Laut einer Forsa-Umfrage von 2007 teilen sich Mutter und Vater in zwei Drittel der Familien die Erziehung, und auch den Haushalt erledigen sie gemeinsam. Dieser Entwicklung entsprechen aktuelle staatliche Initiativen wie die Neuregelungen der Elternzeit. Diese schafft Anreize dafür, dass beide Partner Erziehungsurlaub nehmen. Besonders empfehlenswert ist es, wenn Mutter und Vater sich damit abwechseln. So kann sich jeweils einer auf den Job konzentrieren, während der andere die Verantwortung für Haushalt und Kinder übernimmt.
Nicht zuletzt hat ein Umdenken bei Männern stattgefunden: Für sie ist es heute selbstverständlich, sich an der Kindererziehung zu beteiligen und nicht mehr nur Ernährer der Familie zu sein. Dieser Trend hin zum aktiven Papa macht sich auch beim Thema Elternzeit bemerkbar: Immerhin jeder achte Antragsteller ist männlich, Tendenz steigend. Der als „Wickelvolontariat“ geschmähte Erziehungsurlaub wird auch für Väter zur Normalität.
Familienfreundliche Unternehmen
In vielen Fällen unterstützen Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv dabei, Job und Kind zu vereinbaren. Kein Wunder: Sie wissen, dass familienfreundliche Maßnahmen in ihrem eigenen Interesse liegen. Denn dadurch motivieren sie ihre Angestellten und binden diese langfristig ans Unternehmen. Außerdem verschaffen sie sich Vorteile im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Daher setzen immer mehr Firmen auf Angebote wie betriebliche Kindergärten, um für Mitarbeiter attraktiv zu sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit, flexible Teilzeitschichten oder Vier-Tage-Wochen zu vereinbaren. Eine weitere Variante sind individuelle Arbeitszeiten, die sich Ihrem Tagesablauf anpassen. Am besten, Sie wenden sich an Ihren Vorgesetzen und besprechen mit ihm die möglichen Optionen.
Wie lassen sich Karriere und Familie vereinbaren? Werfen Sie einen Blick auf unsere "Goldene Regeln"
Surftipps
Erfolgsfaktor Familie
www.erfolgsfaktor-familie.de
Die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lobt Unternehmen, die
Familienfreundlichkeit groß schreiben.
Beruf und Familie
www.beruf-und-familie.de
Auf der Webseite der berufundfamilie GmbH erfahren Sie, inwiefern maßgeschneiderte, gewinnbringende Lösungen zur
besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen, Institutionen und Hochschulen realisiert werden.
Deutsche Gewerkschaftsbund
www.familie.dgb.de
Der Deutsche Gewerkschaftsbund informiert über ihre Angebote, Termine und Aktivitäten zur Unterstützung
familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
www.bmfsfj.de
Halten Sie sich auf dem Laufenden: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berichtet über
Neuigkeiten aus der Familienpolitik.
Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de
Bildung, finanzielle Hilfen, Förderleistungen – die Experten der Arbeit bieten auf ihrer Webseite ein breites
Leistungs- und Informationsspektrum.
Verband berufstätiger Mütter
www.berufstaetige-muetter.de
Der Verband berufstätiger Mütter zeigt, dass Beruf und Familie zu vereinen sind: Sie finden Erfahrungsberichte,
Informationsbroschüren, Einladungen zu regionalen Stammtischen und vieles mehr.
Goldene Regel (PDF, 16 KB)
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